Hallo Leute,
nun da die Tour vorüber ist, bin ich zum guten alten schriftlichen Blog zurückgekehrt - keine Tanzvorführungen mehr, Aufnahmen beim Essen oder von Brandy-Gläsern! Wie es immer so ist, wenn man auf Tour war, fühlte ich mich eine Woche lang ein kleines bisschen verloren. Ich liebe es auf Tour und dabei immer konstant in Bewegung zu sein. Nun hat man wieder den Tagesablauf selbst zu organisieren, schläft in einem normalen Bett und man muss sich wieder an die eigenen langweiligen Kochkünste gewöhnen. ( was ab und zu so uninteressant sein kann wie ein Toast mit Vergamite*!).
Ich hatte wieder eine gute Gelegenheit zum Schreiben und ich hatte ein anderes "Projekt" gehabt, welches mich ziemlich vereinnahmte. Dieses Projekt kann man mit einem Wort beschreiben: "Berlin". Es war für eine Zeitlang mein zweites Zuhause, ist aber nun offiziell zu meinem Ersten geworden, was beängstigend und aufregend zugleich ist. Ich kenne die Stadt schon ziemlich gut, weil ich in der Vergangenheit schon ziemlich viel Zeit hier verbrachte. Aber ich habe vorher noch nie darüber nachgedacht, hier einen festen Wohnsitz zu haben. Wir erwarten momentan einen richtig deutschen Winter, welcher perfekt in die Weihnachtszeit passt. Es gibt keine bessere Stadt, in der man zu Weihnachten sein kann, als Berlin – es gibt diese berühmten Weihnachtsmärkte, Tannenbäume werden an praktisch jeder Ecke verkauft, von Laternen beleuchtete Strassen und endlose Reihen von köstlichen Leckereien (ich habe gerade bemerkt das es sich reimt - sorry). Ich war eine anständige deutsche "Frau" und habe Backen als neues Hobby entdeckt. Es gibt nichts Besseres für die Seele als das Haus mit dem Geruch von frisch gebackenem Christstollen und Lebkuchen zu füllen! Wenn ich nicht backe, spiele ich auf der Gitarre (mein Nachbar spielt glücklicherweise Piano, so dass es keine Grundlage für Beschwerden gibt), laufe im Tiergarten umher (der große Stadtpark hier – Rufus Wainwright hat doch tatsächlich auf seinem letzten Album "Release The Stars" darüber einen Song geschrieben), oder verkrieche mich in den second-hand-Musikläden, die es um den Nollendorf Platz herum gibt. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass CDs die richtige Wahl sind. im Gegensatz zum aktuellen "Download-Klima", ist mir bewusst geworden das ich es schon vermisst habe, ein Album in den Händen zu halten und es als künstlerisches Werk wertzuschätzen (einige Alben-Illustrationen sind wirklich ausgezeichnet). Neulich fand ich ein altes Dylan-Album "Blood on the Tracks" und habe "The Very Best of The Lovin' Spoonful" gekauft (eine großartige CD, zu der man gut barfuss tanzen kann). wie auch immer, Ich hör jetzt besser auf. Bitte schreibt weiter Mitteilungen und Feedback und habt Spaß während der "kalten Jahreszeit". Andrea x *(Anm. des Übersetzers: Vegemite ist ein typisch australischer Brotaufstrich, soll angeblich nach Hefe schmecken.)
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